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Niedersachsenpark für weitere Logistiker interessant

Der Leiter des Logistikzentrums, Benoit Gaucherand, Lager-Leiter Heinz Klingberg und Niedersachsenpark Geschäftsführer Uwe Schumacher (v.l.) im Gespräch mit einem Lagermitarbeiter. (Quelle: Bramscher Nachrichten)

vom 25. August 2014 Übersicht

Niedersachsenpark für weitere Logistiker attraktiv - Logistikbranche als wichtige Zielgruppe

Wenn Niedersachsens größtes interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet an der Autobahn 1 weiter wachsen will, dann könnte das in den kommenden Jahren insbesondere auch durch Betriebe aus der Logistikbranche geschehen. Das hat der Geschäftsführer der Niedersachsenpark GmbH, Uwe Schumacher, im Gespräch mit unserer Zeitung betont: „Der Park ist als Gateway-Standort zwischen den wichtigsten deutschen und niederländischen Häfen besonders für Unternehmen der Logistikbranche interessant."

Ein solches Gateway des international tätigen Konzerns PSA Peugeot Citroën steht exakt auf der Grenze zwischen Rieste und Neuenkirchen-Vörden. Ein durchaus attraktiver Standort. Insgesamt 140 Menschen arbeiten hier auf rund 40000 Quadratmetern in vier Hallenabschnitten. Wareneingang und Warenausgang. Rein und etwas später wieder raus.

„Wir arbeiten hier in zwei Schichten. Aber nicht im klassischen Sinne, wie man es in Deutschland kennt mit Früh- und Spätschicht", sagt der Lager-Leiter Heinz Klingberg. „Wir arbeiten von 7.15 Uhr an. Am Anfang der Woche anders gestaffelt, weil die Aktivität am Wochenanfang gewöhnlich immer höher ist", präzisiert er, „die ersten beiden Tage also achteinhalb Stunden – bis um 16.30 Uhr. Und zum Ende der Woche ist die Frühschicht dann von 7.15 Uhr bis um 15 Uhr tätig."

Die Spätschicht, so Klingberg, sei immer von 11.15 Uhr bis 20 Uhr dran. „Wir haben diese Uhrzeiten gewählt, weil wir einen besonderen Service für unsere Kunden anbieten. Wenn der Kunde bis 18 Uhr bei uns bestellt, bekommt er die Ware am nächsten Tag bis 8 Uhr morgens geliefert. Von daher müssen wir abends bis 20 Uhr arbeiten, um wirklich auch die letzten Bestellungen abwickeln zu können", sagt Klingberg.

Uwe Schumacher kennt solche Details seiner Logistikunternehmen am Ort sehr genau. Der agile und fleißige Geschäftsführer der Niedersachsenpark GmbH pflegt einen regelmäßigen Austausch mit ihnen. Bei PSA Peugeot Citroën beispielsweise ist der Logistikzentrum-Leiter Benoit Gaucherand sein erster Ansprechpartner. „Die angesiedelten Unternehmen hier schätzen aufgrund der sich ergebenden kurzen Wege zum Kunden die optimale Straßenanbindung des Niedersachsenparks", sagt Schumacher und lobt – sicherlich nicht uneigennützig – seinen Standort.

Die Autobahn1 ist beim Warentransport auf der Straße von und nach Rieste bzw. Neuenkirchen-Vörden die Nord-Süd-Achse. Nicht weit davon entfernt (am Lotter Kreuz) liegt schon die Ost-West-Achse A30. Eines Tages könnte auch der Lückenschluss der A33 (bei Bramsche) die Standortattraktivität noch erhöhen. Ebenso wie – in ein paar Jahren – eine zweite Autobahnausfahrt direkt am Niedersachsenpark. Und zwar in Höhe Riester Damm. Die Zusage aus dem Bundesverkehrsministerium für eine solche Anschlussstelle liegt bekanntlich bereits vor.

Bei solchen Aussichten ist es kein Wunder, dass Schumacher das Eisen schmieden will, solange es heiß ist. „Aufgrund der großen Flächenverfügbarkeit bei uns und der optimalen Verkehrsanbindung bleibt die Logistikbranche weiterhin eine wichtige Zielgruppe in der weiteren Vermarktung des Standorts."

Nur eine Zielgruppe? Oder vielleicht sogar die entscheidende der näheren Zukunft? Schumacher äußert sich dazu erwartungsgemäß diplomatisch und zurückhaltend. Da ist er Profi genug. Er weiß sie alle im „Park" zu schätzen – und möchte natürlich auch den Nicht-Logistikern nicht vor den Kopf stoßen. Denn Fakt ist: Auf 52 Unternehmen mit rund 1600 Beschäftigten ist das Industrie- und Gewerbegebiet im Nordkreis, Stand heute, inzwischen angewachsen. Und die Tendenz ist immer noch steigend.

Mit weiteren Neuansiedlungen – und nicht nur aus der Logistikbranche – werden zeitgleich aber auch die Herausforderungen für die umliegenden Städte und Gemeinden bzw. deren Politiker wachsen: Zuzüge von neuen Arbeitskräften und deren Familien. Erhöhte Nachfrage nach Wohnungen und privaten Bauplätzen. Mitwachsen der sozialen Infrastruktur (u.a. Schulangebote, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung). „Auf die Kommunen in der Region kommt damit noch viel Arbeit zu", kündigt Schumacher zutreffend an.

Quelle: Bramscher Nachrichten (23.08.2014)

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