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Ersatzaufforstung in Rieste

vom 11. März 2013 Übersicht

Niedersachsenpark forstet 1,7 ha in Rieste auf

Rieste. Am Alfsee wächst, was im Niedersachsenpark fallen musste: Auf einer rund 1,7 Hektar großen Fläche an der Landesstraße 76 forsten Schüler im Auftrage der Niedersachsenpark GmbH einen Wald auf. Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben dabei nun ein bisschen geholfen. Um den Niedersachsenpark weiterzuentwickeln, „müssen wir noch einige Bäume fällen. Da geht kein Weg dran vorbei", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Georg Schirmbeck. Aber nicht nur Rodungen sollten publik gemacht werden, sondern auch, wie Eingriffe in die Landschaft kompensiert werden, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Die Anpflanzungen „kann man professionell machen lassen", sagte Schirmbeck. In Rieste gehen die Niedersachsenpark GmbH und die Gemeinde einen anderen Weg: Sechs Klassen von fünf verschiedenen Schulen helfen dabei, insgesamt 7500 Bäume zu setzen. So identifizierten sich die jungen Menschen mit dem Wald, hofft Schirmbeck. Dadurch sei das Pflanzprogramm „über die Maßnahme hinaus eine gute Sache", findet Schirmbeck.

Beim Besuch der Niedersachenpark-Vertreter legten angehende Zimmerer der Berufsbildenden Schulen Bersenbrück Hand an. Auch Kinder der Grundschule Rieste, der Alfseeschule, der Von-Ravensberg-Schule und der Oberschule Ankum helfen beim Pflanzen. Die Busfahrten bezahlt die Gemeinde. Riestes Bürgermeister ist überzeugt, dass bei den jungen Menschen eine „persönliche Bindung" zu den Bäumen wächst, wenn sie sehen, wie ein Wald gepflanzt wird. „In den letzten zehn Tagen hat sich die Fläche sehr gut entwickelt", sagte Sebastian Hüdepohl angesichts der Baumreihen, von denen das Areal durchzogen ist. „Hier wird Nachhaltigkeit praktiziert. Das passt wunderbar", freute sich Förster Horst Wieting von den niedersächsischen Landesforsten. Gepflanzt wurden in erster Linie Stileichen, aber auch Buchen, Ahorn- und Kirschbäume. Der Wald soll später von Sträuchern umsäumt werden.

Von den 7500 Setzlingen wird nur ein Bruchteil überdauern, wie Wieting erklärte. Im Laufe der Zeit gebe es eine natürliche Ausdünnung: Die niedrigeren Exemplare, die nicht mit dem Wachstum der anderen Bäume mithalten könnten, bekämen später weniger Licht. So werde das Waldstück „von alleine ausdunkeln", sagte Wieting. Die großen Gehölze setzten sich dann auf Dauer durch. Die Förster warten diesen Prozess ab. „Wir überlassen die Bäume sich selbst. Eingegriffen wird erst wieder in 20 bis 25 Jahren", sagte Wieting. In 100 Jahren stünden „vielleicht noch 150 bis 200 Bäume" auf der Fläche, schätzte der Förster, „aber bis dann sind ja noch ein paar Jahre hin." Bis dahin dürfen an anderer Stelle in Rieste noch weitere Wälder entstehen. „Wir haben noch Flächen, die bepflanzt werden sollen", sagte Sebastian Hüdepohl. Das hat auch damit zu tun, dass im Niedersachsenpark die nächste Baumfällaktion absehbar ist. Der Klocktorn ist zur Abholzung freigegeben. Auch wenn der Wald nach Hüdepohl unter ökologischen Gesichtspunkten nicht der wertvollste sei, stehen die Bäume bislang noch – auf Bitten der Gemeinde Rieste als Gesellschafter der Niedersachsenpark GmbH. Bevor die Bäume und sonstigen Gehölze im Industriepark entfernt werden, lässt die Gesellschaft nach Worten Ihres Geschäftsführers Uwe Schumacher in Rieste eine deutlich größere Fläche aufforsten. Damit die Rodung „im Konsens mit allen Betroffenen" erfolgen könne, sei es erklärtes Ziel der Niedersachsenpark GmbH, „erst die Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen, bevor wir die Bäume fällen", kündigte Georg Schirmbeck an.

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