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Auf einen Kaffee im Niedersachsenpark, an der Stelle, an der die Kaffeerösterei Joliente entsteht: Uwe Schumacher, Matthias Meyer, Lisa Cramer, Henning Schmidt, Christian Cramer, Ulrich Schmidt und Sebastian Hüdepohl (von links).

vom 09. Mai 2016 Übersicht

Bald verführerischer Kaffeeduft über dem Niedersachsenpark

Wenn künftig der Duft von frisch geröstetem Kaffee über dem Niedersachsenpark liegt, dann hat dieser seinen Ursprung bei „Joliente“. So nennt sich eine Kaffeerösterei, die Ende des Jahres an der Kreisstraße auf der Höhe der Kreisgrenze ihren Betrieb aufnimmt.

Die Gesellschafter Christian Cramer (Detmold) und Ulrich Schmidt (Neuenkirchen/Bramsche) beschreiten damit Neuland. Die früheren Mitarbeiter eines großen Kaffeeproduzenten sind seit zehn Jahren mit einem eigenen Kaffee-Vertrieb für Bäckereien, Restaurants, Kantinen und vielfältige Einrichtungen (insgesamt rund 2000 Kunden) selbstständig und setzen nun zusätzlich auf eine Erlebnis-Kaffeerösterei mit angeschlossener Gastronomie.

„Der Niedersachsenpark hat uns wegen seiner zentralen Lage sofort begeistert“, so Schmidt. Es gebe viele Liebhaber nichtindustriell gerösteten Kaffees, sagt sein Kompagnon. Und diese Nische möchten die beiden nun erfolgreich füllen.

Der schlichte, aber ansprechende Bau, soll die Menschen von der Autobahn locken. Geplant sind auf der 4.500 Quadratmeter großen Industriefläche 150 Quadratmeter innen und 100 Quadratmeter Außenfläche sowie rund 450 Quadratmeter für die Rösterei. Der Innenbereich bekommt ein Lager, ein Ladengeschäft mit Erlebnisgastronomie sowie die Rösterei und einen Verkostungsraum. „Besucher können hier den gesamten Prozess der Kaffeeröstung erleben“, schildert Cramer.

Die Rezepturen entwickeln die Inhaber und ihre an der Gesellschaft beteiligten Kinder selbst. So gibt es rund zwanzig verschiedene Mischungen. Aber auch individuelle Kreationen sind auf Wunsch möglich, betonen die Kaffeeröster. Dabei ist der Veredelungsprozess anders als bei Industriekaffee: „Wir rösten traditionell“, erläutert Schmidt: Und er erklärt, dass das sogenannte Trommelrösten ein nicht zu heißes, aber dafür langes Rösten bedeutet. Das sei nicht nur geschmacklich der Clou, sondern auch sehr magenfreundlich. „Wir bauen magenstrapazierende Säuren ab, kühlen sehr schonend und verzichten auf Beimischungen: „Ganz die Bohne.“

Aber es gibt noch mehr. Joliente versteht sich als „Heißgetränkevollsortimenter“ und bietet auch Geräte, Services, Tee, Schokolade, Gebäck und anderes rund um das Heißgetränk an.

Auch Nachhaltigkeit ist für Joliente ein wichtiger Aspekt. „Alle in der Wertschöpfungskette sollen gut bezahlt werden“, so Cramer: „Von jedem Kilo Kaffee geben wir etwas an ein Waisenhaus in Tansania ab (Good Hope Centre e.V.). Hier wird Kindern eine englische Schulbildung und eine gesicherte Zukunft ermöglicht.

Niedersachsenpark und Gemeinde Rieste begrüßen das Konzept von Joliente. Und das nicht nur wegen des Nachhaltigkeitsgedankens. "Wir freuen uns, dass ein weiteres innovatives Unternehmen den Niedersachsenpark belebt", so Riestes Bürgermeister Sebastian Hüdepohl. Und Niedersachsenpark-Geschäftsführer Uwe Schumacher sieht sich im Konzept des Parks bestätigt, auch kleinere Unternehmen mit großer Strahlkraft für eine Ansiedlung zu gewinnen: „Da ich ja gerne Kaffee trinke, freue ich mich doppelt.“

  • Auf einen Kaffee im Niedersachsenpark, an der Stelle, an der die Kaffeerösterei Joliente entsteht: Uwe Schumacher, Matthias Meyer, Lisa Cramer, Henning Schmidt, Christian Cramer, Ulrich Schmidt und Sebastian Hüdepohl (von links).
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